Bei der Preisgestaltung geht es grundsätzlich um zwei Hauptaspekte:

Zum einen müssen Sie sicherstellen, dass Ihre Kunden Ihre Produkte oder Dienstleistungen zu dem von Ihnen festgesetzten Preis kaufen. Ihr Preis muss also konkurrenzfähig sein. Wobei dieser sogenannte Marktpreis in vielen Branchen eine große Bandbreite aufweist. So gibt es beispielsweise Frisöre, die für einen Haarschnitt 10 Euro verlangen und andere, bei denen ein Haarschnitt 60 Euro kostet. Preis und Leistung können also recht frei gestaltet werden. Es liegt an Ihnen, welches Angebot Sie zu welchem Preis auf den Markt werfen.

Zum anderen müssen Sie von den Einnahmen, die Sie über Ihre Preise erzielen, dauerhaft alle Ihre Betriebsausgaben und Lebenshaltungskosten decken. "Alle" Kosten bedeutet sowohl Ihre betrieblichen Ausgaben (Miete, Werbung, Material, Fahrtkosten etc.) als auch Ihre Privatausgaben plus Steuern und evtl. auch Kreditrückzahlungen. Dabei gilt es zu beachten, dass Ihre Privatausgaben als selbständige Unternehmerin deutlich höher ausfallen als im Angestelltendasein, denn Sie haben keine automatische Gehaltsfortzahlung im Urlaubs- und Krankheitsfall. Zusätzlich müssen Sie die Kosten für Ihre Krankenkasse ganz alleine tragen, dasselbe gilt auch für Ihre Altersvorsorge.

Die folgenden "Preisfragen" helfen Ihnen dabei, für sich herauszufinden, ob Sie mit Ihrer Preisgestaltung im grünen Bereich liegen. Je mehr dieser Fragen Sie mit "ja" beantworten können, umso besser ist es um Ihre Preisgestaltung und Kalkulation bestellt.

  1. Wissen Sie genau, wie hoch Ihre monatlichen und jährlichen Betriebsausgaben, inklusive Steuer und Kreditrückzahlungen, sind?
  1. Beherrschen Sie die Grundlagen der Kalkulation? Besprechen und berechnen Sie diese regelmäßig mit einem Fachmann z.B. Steuerberater, Coach etc.?
  2. Kennen Sie Ihre Lebenshaltungskosten plus jährliche Aufwendungen für Ihre soziale Absicherung ganz genau?
  3. Haben Sie Ihren persönlichen Stundenverrechnungssatz errechnet? Wenn Sie im Handel tätig sind, überprüfen Sie regelmäßig Ihre Aufschläge? Überprüfen Sie diese Werte regelmäßig?
  4. Wissen Sie, mit welchem Produkt bzw. welcher Ihrer Dienstleistung Sie am meisten verdienen?
  5. Kennen Sie die Preise der Konkurrenz?
  6. Denken Sie auch daran, Zusatzleistungen wie z.B. Fahrtkosten extra zu berechnen?
  7. Enthält Ihre Kalkulation auch evtl. auftretende Forderungsausfälle bzw. Skonto?
  8. Enthält Ihre Kalkulation auch eine angemessene Gewinnspanne und einen Unternehmerinnenlohn für Sie?
  9. Sind Sie sich des Wertes Ihrer Leistung bewusst und trauen Sie sich diesen nach außen hin selbstbewusst zu vertreten?


Einige Anregungen zum Schluss:

Vermeiden Sie es, zu vielen Leuten "Freundschaftspreise" zu gewähren. Wahre Freunde sind eher die, die bereit sind, gerade bei Neugründungen die normalen Verkaufspreise zu bezahlen.

Bedenken Sie, je kundenorientierter Ihr Angebot ist, um so mehr rückt der Preis in den Hintergrund. Für kleine Unternehmen ist es fast immer gefährlich, nur über den Preis zu verkaufen. Billig sein allein genügt nicht und Preisgestaltung hat immer etwas mit Ihrem Selbstwertgefühl zu tun und damit, wie sehr Sie wirklich hinter Ihrem Angebot stehen.

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